„Bei meinen Patienten mit hohem Cholesterinspiegel liegt es meist an diesem Lebensmittel“, enthüllt eine Kardiologin

Die Bedeutung einer gesunden Ernährung ist unbestritten, aber für viele bleibt das schwierig umzusetzen. Dr. Elizabeth Klodas, eine amerikanische Kardiologin, verfolgt einen anderen Weg: Sie sieht Ernährung als erste Maßnahme zur Senkung des schädlichen Cholesterins. In ihrer Sprechstunde trifft sie täglich Patientinnen und Patienten mit erhöhtem LDL-Cholesterin und setzt zunächst auf Lebensmittel statt direkt auf Medikamente.
Was Cholesterin und ungesundes Essen anrichten
Ein erhöhter Cholesterinspiegel, vor allem LDL (das „schlechte“ Cholesterin), wird problematisch, wenn er über 1,6 g/L liegt (das entspricht etwa 160 mg/dL). LDL lagert sich gern an den Gefäßwänden ab, bildet Plaques und verengt die Blutgefäße — das belastet das Herz. Verarbeitete Fleischwaren wie Bacon, Saucisson, Hot-Dogs und Salami liefern viel Natrium und gesättigte Fettsäuren und gelten laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zudem als krebserregend. Frittierte Speisen, Viennoiserien wie Croissants und Süßgebäck tragen außerdem stark zu Typ-2-Diabetes und kardiovaskulären Risiken bei.
Gesunde Alternativen, die schützen
Es gibt aber auch Lebensmittel, die genau das Gegenteil bewirken. Ballaststoffreiche Pflanzen wie saisonales Obst und Gemüse helfen dabei, das Blut zu „reinigen“ (im Sinne von günstiger Wirkung auf den Stoffwechsel). Olivenöl, Avocados und fetthaltige Fische liefern gesunde Fette und Omega-3-Fettsäuren. Diese Nahrungsmittel stabilisieren nicht nur Cholesterinwerte, sie fördern insgesamt die Herzgesundheit. Eine nicht näher benannte Studie mit über 800.000 Personen zeigte, dass ein täglicher Verzehr von 20 g Nüssen das kardiovaskuläre Risiko um 30 % senkt.
Dr. Klodas’ Sicht auf Ernährung
Dr. Klodas betont: „Es ist nie zu spät zu handeln.“ Ihr Ansatz setzt nicht auf strikte Verbote, sondern auf Aufmerksamkeit und kleine Anpassungen. Wiederholtes, bewusstes Ernähren als erste Maßnahme kann viel bewirken. Regelmäßiger Verzicht auf verarbeitete Fleischwaren und weniger frittierte Gerichte sowie Gebäck reduzieren langfristig das Risiko. Im Fokus stehen frische Zutaten und das Selberkochen von Mahlzeiten.
Ganzheitlich für bessere Herzgesundheit
Ein praktisches Vorbild ist die mediterrane Ernährung: Viel Fisch, mageres Fleisch, gute Fette und Vollkorngetreide stehen hier im Mittelpunkt. Diese Richtung bietet nicht nur gesundheitliche Vorteile, sie ist auch genussvoll und abwechslungsreich — keine karge Diät. Wie Dr. Klodas sagt, ist der tägliche, bewusste Umgang mit Nahrung ein Akt der Selbstfürsorge: Essen soll nicht nur satt machen, sondern das Herz stärken und vor künftigen Krankheiten schützen.
Diese Betrachtung ermutigt dazu, die eigene Ernährung genauer anzuschauen und kleine, aber beständige Veränderungen vorzunehmen. Der Rat von Expertinnen und Experten wie Dr. Klodas zeigt: Durchdachte Ernährungsentscheidungen können langfristig einen großen Unterschied machen. Gesundheit fängt auf dem Teller an — vielleicht ist eine einfache Anpassung des Speiseplans schon der erste Schritt zu einem gesünderen Leben.