Ein einfacher Trick hilft wirklich, weniger Alkohol zu trinken

Wie lässt sich Alkoholkonsum effektiv reduzieren? Diese Frage beschäftigt Gesundheitsexperten weltweit. Aus Australien kommt jetzt eine vielversprechende Idee: Simba, Ökonomin und Verbraucherpsychologin am The George Institute for Global Health in Australien, sagt, dass die Kombination aus Aufklärung über das Krebsrisiko von Alkohol und dem Zählen der Getränke den Konsum deutlich senken kann. Diese Erkenntnisse sind nicht nur neu, sondern könnten für viele Menschen lebensverändernd sein.
Wie die Studie ablief
Die Studie, die im Jahr 2021 in der Fachzeitschrift Addictive Behaviors veröffentlicht wurde, untersuchte knapp 8.000 Teilnehmer. Bei der ersten Umfrage nahmen genau 7.995 Personen teil; in den Wochen danach sank die Zahl auf 4.588 und später auf 2.687. Über einen Gesamtzeitraum von sechs Wochen wurden die Teilnehmenden in verschiedene Gruppen aufgeteilt, um unterschiedliche Interventionen zu testen. Zu den getesteten Maßnahmen gehörten unter anderem Fernsehwerbespots und Informationen zur Verbindung von Alkohol mit verschiedenen Erkrankungen wie Krebs.
Die Studienteilnehmer wurden so ausgewählt, dass sie eine „breit demografisch repräsentative“ Gruppe der australischen Trinkerschaft darstellen. Zwar gibt es keine detaillierten Angaben zu Geschlecht oder Alter in diesem Text, doch die breite Auswahl der Teilnehmenden erhöht die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Bevölkerungsgruppen.
Welche Botschaften wirkten am besten
Am effektivsten war die Kombination aus einem Fernsehwerbespot, der auf das Krebsrisiko durch Alkoholkonsum hinwies, und der Aufforderung, die konsumierten Getränke zu zählen. Diese Methode war die einzige, bei der über den Studienzeitraum eine signifikante Reduktion des Alkoholkonsums beobachtet wurde. Andere Ansätze, etwa das Festlegen einer festen Anzahl von Getränken, führten lediglich dazu, dass manche Teilnehmende versuchten, weniger zu trinken.
Die wissenschaftliche Leitung, vertreten durch Simone Pettigrew, stellte fest, dass viele Menschen nicht wissen, dass Alkohol ein Karzinogen ist (krebserregend). Sie betont: „Viele Menschen wissen nicht, dass Alkohol ein Karzinogen ist. Es ist wichtige Information, die Trinkende zugänglich haben sollten.“ Die Kombination aus Aufklärung und praktischer Vorgehensweise scheint hier der Schlüssel zum Erfolg zu sein.
Risiken für die Gesundheit und gesellschaftliche Verantwortung
Alkohol wird nicht nur mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht, sondern auch mit schweren Gesundheitsproblemen wie Herzerkrankungen, Verdauungsstörungen und einem höheren Demenzrisiko. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind bis zu 7 % der vorzeitigen Todesfälle weltweit auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Deshalb besteht großer Handlungsbedarf.
Gesundheitsbehörden überlegen bereits, Alkohol schwerer zugänglich und teurer zu machen. Gleichzeitig wird betont, dass letztlich die persönliche Entscheidung darüber entscheidet, ob und wie Menschen ihr Trinkverhalten ändern. Simone Pettigrew ergänzt: „Wir müssen ihnen auch Wege geben, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Risiko zu verringern.“
Zeit zu handeln
Die Forschung zeigt, dass einfache Maßnahmen wie das Zählen der Getränke einen erheblichen Unterschied machen können. Wer seinen Alkoholkonsum reduzieren möchte, sollte diese Methode in Erwägung ziehen. Angesichts begrenzter Mittel für alkoholschädigungsreduzierende Kampagnen ist es wichtig, effektive Informationsstrategien zu identifizieren.
Der Forschungsbericht hebt die möglichen gesundheitlichen Vorteile hervor und bietet einen praktikablen Ansatz zur Reduzierung des Alkoholkonsums. Diese Ergebnisse könnten einen bedeutsamen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit leisten, indem sie dazu anregen, das eigene Trinkverhalten zu überdenken.