Wo der Bau steht und was schon an Bord ist
Aktuelle Bilder zeigen, dass die HMS Glasgow auf den Clyde-Werften Form annimmt. Die heute aufgenommenen Fotos zeigen das Schiff mit einem beeindruckenden turmendem Mast, einem ausgedehnten Flugdeck und einem geschlossenen Missionsraum. Beim Bau wurden inzwischen wichtige Meilensteine erreicht: Die HMS Glasgow erzeugte vor Kurzem erstmals eigene Energie. Im Dezember teilte BAE Systems mit, dass die Dieselmotoren und Generatoren hochgefahren wurden.
Der Innenausbau und die Installation der Ausrüstung laufen zügig. Die Antriebssysteme wurden aktiviert und die Haupttechnik ist bereits eingebaut. Das Schiff steuert auf seine Seetests zu, die später in diesem Jahr geplant sind, bevor es formell in Dienst bei der Royal Navy geht.
International gebaut, mit effizientem Antrieb
Die HMS Glasgow wird von BAE Systems auf den Clyde-Werften gebaut und ist das erste von acht geplanten Schiffen für die Royal Navy. Nach der Glasgow sollen die HMS Cardiff und die HMS Belfast folgen. Im Programm sind außerdem fünf Type-26-Fregatten für Norwegen; Kanada und Australien haben jeweils Varianten dieses Entwurfs gewählt.
Die HMS Glasgow hat eine Verdrängung von 8.000 Tonnen und ist knapp unter 150 Metern lang. Sie verfügt über eine Reichweite von mehr als 12.964 Kilometern. Angetrieben wird sie von einer hybriden Architektur, die die Rolls Royce MT30 Gasturbine mit vier Dieselgeneratoren kombiniert — dadurch gibt es einen leisen elektrischen Fahrmodus und eine Höchstgeschwindigkeit von über 26 Knoten.
Technik an Bord und Abwehrkräfte
Die Verringerung der akustischen Signatur stand beim Design ganz oben. Kraftwerksaufbau und Hilfssysteme sind so angeordnet, dass Lärm und Vibrationen möglichst gering bleiben.
Bei den Sensoren ist das Schiff gut aufgestellt: Ausgestattet mit dem Type 997 Artisan Radar sowie einer Kombination aus Bugsonar und Sonar 2087 ist die HMS Glasgow gezielt für umfassende U-Boot-Bekämpfung ausgelegt. Hinzu kommen erweiterte Möglichkeiten zur elektronischen Kriegführung und Täuschsysteme, einschließlich des Ancilia-Startgeräts.
Die Bewaffnung umfasst Sea Ceptor Boden-Luft-Raketen mit bis zu 48 Waffen, einen separaten Mark-41-Startbehälter mit 24 Zellen für künftige Munition und eine 127 mm Hauptkanone.
Vielseitig und einsatzbereit
Das große Flugdeck und der geschlossene Hangar ermöglichen den Einsatz von Hubschraubern wie dem Merlin oder dem Wildcat. Der umfangreiche Missionsraum sorgt dafür, dass das Schiff flexibel auf verschiedene Einsatzanforderungen reagieren kann.
Die HMS Glasgow markiert den Beginn einer neuen Ära für die Royal Navy und spielt eine wichtige Rolle in internationalen Verteidigungspartnerschaften. Mit dem Fokus auf leisen und effizienten Betrieb sowie vielseitiger Abwehrfähigkeit rüstet sie die britische Marine für künftige Herausforderungen. Als strategisches Bollwerk gegen moderne Bedrohungen bleibt die Weiterverfolgung dieses Projekts von globaler Relevanz.