Laut Psychologie zeigen Menschen, die zu Feiertagen nie schmücken, häufig diese neun stillen Werte

Während die meisten Leute die Feiertage mit bunten Lichtern und Dekorationen feiern, gibt es diejenigen, die bewusst darauf verzichten. Diese Entscheidung steht für tief verwurzelte Werte, die über den oberflächlichen Glanz hinausgehen. Farley, ein pensionierter Versicherungsangestellter, ist einer von ihnen. Mit 35 Jahren Erfahrung in der Versicherungsbranche hat er sich gemeinsam mit seiner Frau entschieden, die Weihnachtsdekoration gegen familiäre Erlebnisse einzutauschen.
Farley und seine Frau verzichten auf auffällige Deko wie aufblasbare Weihnachtsmänner und aufwendige Lichtinstallationen und setzen stattdessen auf Dinge, die länger halten und andere Werte widerspiegeln.
Finanzen selbst regeln
Farley legt großen Wert auf finanzielle Autonomie. „Es geht nicht darum, geizig zu sein. Es geht darum, finanziellen Frieden über saisonalen Druck zu wählen“, erklärt er. Nach seiner Pensionierung überlegt er öfter, was wirklich nötig ist, anstatt dem gesellschaftlichen Druck nachzugeben. Studien zeigen, dass Menschen, die die Kontrolle über ihre finanziellen Entscheidungen haben, ein höheres Wohlbefinden und eine größere Lebenszufriedenheit erfahren. Farley investiert lieber in Familienerlebnisse oder spendet an wohltätige Zwecke, anstatt Hundert Euro für temporäre Dekorationen auszugeben.
Ehrlich statt angepasst
„Lieber ehrlich leben, als unehrlich zu dekorieren“, sagt Farley zu seinem Lebensstil. Authentizität ist für Menschen wie ihn wichtiger als soziale Konformität. Als seine Tochter Sarah außerhalb ihrer kulturellen Traditionen heiratete, begann Farley, seine eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Forschungsergebnisse stützen diese Haltung: Menschen, die authentisch leben, haben oft ein höheres Selbstwertgefühl und ein besseres psychologisches Wohlbefinden.
Zufriedenheit mit Einfachheit
Zufriedenheit mit Einfachheit ist ein weiterer Wert, der auffällt. Farley schätzt leere Tische und nicht überladene Wohnräume. Es geht darum, die Schönheit des Vorhandenen zu sehen, statt flüchtigen Ornamenten nachzujagen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Zufriedenheit eine tiefere Form von Glück ist, die durch das Annehmen der Gegenwart entsteht.
Umwelt im Blick
Farley denkt an die Umwelt, besonders seit der Geburt seines jüngsten Enkels, und fragt sich, welche Welt die nächsten Generationen vorfinden werden. Der Verzicht auf Dekorationen reduziert den Müll, der durch saisonale Produkte entsteht. Beim Ausräumen des Haushalts seiner Eltern fand er ungenutzte Dekorationen, die ihm die Frage stellten: „Brauche ich all dieses Zeug wirklich?“
Zeit als wertvolle Ressource
„Man kann Zeit nicht zurückbekommen“, sagt Farley. Seine Erfahrung hat ihn gelehrt, dass Zeit kostbarer ist als materielle Dinge. Momente wie das Vorlesen für die Enkel oder lange Spaziergänge mit seiner Hündin Lottie haben in seinem Leben Vorrang.
Stress runterfahren
Farley beobachtet, wie seine Frau darauf achtet, visuelle Unordnung zu vermeiden, um Stress zu reduzieren. Studien zeigen, dass visuelle Unordnung das Stressempfinden verstärken kann. Weniger Dekoration bedeutet weniger Chaos und damit weniger Stress.
Gegen den Kommerz
Farleys lange Karriere hat ihn gelehrt, dem kommerziellen Druck nicht blind hinterherzulaufen. Statt unnötiger Dekorationen fragt er sich, ob Glück wirklich käuflich ist.
Eigene Grenzen setzen
Menschen, die nicht dekorieren, setzen bewusst persönliche Grenzen. Sie sagen souverän „Nein“ zu sozialen Erwartungen, ohne sich schuldig zu fühlen. Für Farley sind gesunde Grenzen die Grundlage für bessere Beziehungen.
Erlebnisse zählen mehr als Deko
Farley legt Wert auf Erlebnisse wie das sonntägliche Pfannkuchenfrühstück mit seinen Enkeln. Die Wärme von Beziehungen lässt sich nicht in Deko messen. Studien zeigen, dass Erlebnisse zu einem deutlich stärkeren Wohlbefinden beitragen als materielle Besitztümer.
Die Entscheidung, nicht zu dekorieren, heißt nicht, den Zauber der Feiertage zu übersehen. Vielmehr feiern Farley und andere auf eine Art, die ihren persönlichen Werten entspricht. Die neun stillen Werte – von finanzieller Autonomie bis hin zum Fokus auf Erlebnisse – bieten eine andere Sicht auf das Feiern und regen zum Nachdenken an: „Was ist Ihnen während der Feiertage am wichtigsten?“