Wie Harnsäure entsteht und was passieren kann
Harnsäure entsteht beim natürlichen Abbau von Purinen, Verbindungen, die in Lebensmitteln wie Fleisch, Meeresfrüchten und auch in einigen Gemüsesorten vorkommen. Normalerweise bleibt Harnsäure im Blut gelöst und wird über die Nieren ausgeschieden. Manchmal sammelt sie sich aber an — das nennt man Hyperurikämie (erhöhte Harnsäurewerte im Blut). Das kann zu Problemen führen, etwa zur Kristallbildung in Gelenken, was Gichtanfälle auslöst, zur Entstehung von Nierensteinen und möglicherweise auf lange Sicht zu Herzproblemen.
Wie Wasser bei Harnsäure hilft
Wasser wirkt im Körper wie ein natürliches Reinigungsmittel: Es verdünnt die Harnsäure und fördert deren Ausscheidung. Zu wenig Flüssigkeit kann die Konzentration von Harnsäure im Blut steigen lassen und so die Kristallisation begünstigen. Bei ausreichender Trinkmenge bleibt der Urin dünner, wodurch sich Harnsäurekristalle seltener zu größeren Steinen verbinden.
Wie viel man trinken sollte (Empfehlungen)
Die Empfehlungen zur täglichen Wasseraufnahme variieren je nach Quelle, generell wird aber zu mehr Flüssigkeit geraten. Das Chinesische Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention empfiehlt Gichtpatienten eine tägliche Aufnahme von 2.000 bis 3.000 ml Wasser. Harvard Health gibt als Richtwerte etwa 3,72 Liter pro Tag für Männer und 2,76 Liter pro Tag für Frauen an.
Ernährungstipps, die helfen
Neben ausreichend Trinken spielt die Ernährung eine wichtige Rolle beim Harnsäurespiegel. Lebensmittel mit hohem Purinanteil, etwa rotes Fleisch und Schalentiere, sollten eingeschränkt werden. Stattdessen sind wasserreiche Früchte und Gemüse empfehlenswert — Wassermelonen, Gurken, Tomaten, Orangen und Spinat werden genannt. Diese liefern Flüssigkeit und enthalten viel Vitamin C, was die Ausscheidung von Harnsäure unterstützen kann. Kirschen verdienen besondere Erwähnung, weil sie durch ihre entzündungshemmenden Eigenschaften Gichtanfälle reduzieren können.
Getränke, die passen — und was man besser meidet
Wasser bleibt die beste Wahl zur Hydration. Als Abwechslung eignen sich Aufgüsse mit Gurke, Minze oder Zitrone. Auch Kokoswasser oder Kräutertees wie Brennnessel- oder Grüntee können die Nierengesundheit unterstützen. Getränke mit viel Zucker — etwa abgepackte Säfte oder Softdrinks — sowie alkoholische Getränke, besonders Bier, sollten gemieden werden, da sie die Harnsäureproduktion erhöhen können.
Kleine, dauerhafte Verbesserungen beim Trinkverhalten können die Gesundheit von Nieren und Gelenken deutlich verbessern. Wasser wird oft als Selbstverständlichkeit gesehen, dabei ist es ein kostenloses, natürliches Mittel mit nachgewiesener Wirkung bei der Kontrolle des Harnsäurespiegels. Regelmäßige Hydration hilft nicht nur, den Harnsäurespiegel zu regulieren, sondern kann auch das allgemeine Wohlbefinden fördern.